Der Begriff "digitale Radiographie" bezeichnet Verfahren zur Aufzeichnung und Darstellung von Röntgenaufnahmen mit den Mitteln der elektronischen Datenverarbeitung.
Die digitale Radiographie mit Speicherfoliensystemen ist auch für die industrielle Durchstrahlungsprüfung geeignet. Je nach Verwendungszweck müssen unterschiedliche Systeme eingesetzt werden.
Wir unterscheiden generell zwischen schnell arbeitenden Systemen mit dicken Folien für das Erkennen von Inhomogenitäten im Material und langsamen Systemen mit hoher Ortsauflösung für das Auffinden von Rissen und feinen Details.
Von Vorteil sind bei der digitale Radiographie die wesentlich größere Dynamik gegenüber dem Film und die Möglichkeit der digitalen Bildnachbearbeitung zum Zeitpunkt der Betrachtung.
Speicherfoliensysteme stehen seit den 80er Jahren für routinemäßige Anwendungen in der Medizin alternativ zum klassischen Röntgenfilmsystem zur Verfügung. Prinzipiell sind sie ebenso für die zerstörungsfreie Prüfungen im industriellen Bereich einsetzbar.
Im Unterschied zum klassischen Filmverfahren liegt das Ergebnis in Form einer digitalen Datei vor, das resultierende Bild kann mit Hilfe von Computern betrachtet werden. Hierauf basiert im Englischen der Begriff "Computed Radiography" als Teilbereich der digitalen Radiographie.
Die Qualität einer radiographischen Aufnahme ist zum einen, wie beim Film, von der verwendeten Speicherfolie als Aufnahmeträger, zum anderen aber auch vom Ausleseverfahren abhängig. Zur Charakterisierung eines Speicherfoliensystems müssen daher stets Folie und Auslesegerät zusammen bewertet werden.
- Wesentlich größere Dynamik gegenüber dem Film
- Erheblich gemindertes Risiko einer Fehlbelichtung
- Betrachtung und Bearbeitung mit Computern
- Möglichkeiten der digitalen Speicherung
- Leichtere Erkennung von Inhomogenitäten
- Hohe Ortsauflösung